Schweigen auch nach dem Donnerstag

Es ist wieder Donnerstag. Das ist spätestens seit der Demonstration am Ballhausplatz am 4. Oktober 2018 klar. Und das ist gut so.

Im Jahr 2000, zur ersten schwarz-blauen Regierung, gingen die Menschen erst jeden Tag und später jeden Donnerstag auf die Straße in demonstrierten gegen die Regierung. Das soll jetzt wieder eingeführt werden. Jeden Donnerstag soll demonstriert werden. Jeden Donnerstag soll die Regierung gemahnt werden. Jeden Donnerstag soll gezeigt werden, dass nicht alle mit der Politik einverstanden sind. „If we talk, we’re fucked! If we not talk, we’re fucked . So I’ll be fucked in honor.“, meinte einer der Sprecher. Wir sollen reden. Wir sollen Solidarität zeigen. Denen, die weniger haben. Denen, die weniger haben. Denen, die es nicht ganz so gut haben. Denn „Nur gemeinsam sind wir stark“

Bemängelt wurde vor allem Herbert Kickl („Heast Kickl, wüst an Wickl?“) und seine Politik à la Pressefreiheit (oder eben eine Art der Missachtung dieser), die Flüchtlingspolitik der Regierung, die Machenschaften der Polizei, die Bildungspolitik (es gab auch Redner aus einem Gymnasium), das Schweigend des Sebastian Kurz und viele weitere Missstände. Und es stimmt. Herbert Kickl darf nicht weiterhin solch eine Art der Zensur betreiben. Sebastian Kurz darf nicht weiter schweigen. „Stille Kanzler sind tief!“, stand auf einem Plakat. Transparenz wurde gefordert. Den Medien gegenüber, dem Volk gegenüber.

20.000 Leute gingen auf die Straße. 20.000 Leute wünschten sich die Absetzung der Regierung. 20.000 Leute riefen: „Widerstand! Widerstand!“

Gruppen wie Omas Gegen Rechts, Teile der Die Grünen und der SPÖ, die Antifa und ganz viele anderen. Alle waren sie dabei.

Wichtig ist: Wer auf die Straße geht um zu demonstrieren zeigt noch lange keine echte Zivilcourage. Man muss dafür jeden Tag die anderen respektieren, für sich und seine Mitmenschen eintreten. Das ist wichtig. Das wurde auch erläutert. Bei Rassismus darf man nicht einfach so wegschauen, man muss etwas tun, wenigstens ein Zeichen der Verständnis zu Ausdruck bringen.

Außerdem wurde dazu aufgerufen das wichtigeFrauenvolksbegehren zu unterschreiben!

Es ist wieder Donnerstag. Ein Motto, ein Aufruf. Und das ist gut so.

(c) Simon Maurer, 2018

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