von Yuna P.

Der Film startet damit, dass der Hauptcharakter Georg Endl seinen Job als Musikkritiker verliert. Natürlich verfällt der nun Arbeitlose in Rage erzählt seiner Frau Johanna aber nichts davon. Jeden Tag verlässt er nun das Haus pünktlich um zur Arbeit zu gehen und streift ab da durch die Stadt.

Im Prater fährt er dann mit der Liliputbahn und wird nach der Fahrt Zeuge davon dass der Fahrer seinen Job ebenfalls verliert. Die beiden kommen ins Gespräch und Erich, der ehemalige Fahrer, stellt sich als ein alter Schulkollege von Georg heraus. Neben den beinahe täglichen Treffen der beiden macht Georg ebenfalls auch einen Waffenschein und lässt seinen  Chef durch vandalistische Taten wissen, wie verärgert er ist. Johanna hat auch ihr eigenes Problem bei ihrem Job als Psychologin, da ihr die Kunden ausbleiben. Sie verbringt auch einen Abend mit Sebastian, einem ihrer Patienten, und die beiden küssen sich auch. Sebastian stellt sich als Partner von Georgs ehemaligem Chef Waller heraus. Zusätzlich gibt es auch Streit zwischen Georg und Johanna da diese sich nicht sehnlicher als ein Kind wünscht, aber das funktionierte bisher nicht. Erich kauft eines Tages die verwahrloste Achterbahn „Wilde Maus“ und Georg hilft ihm diese wieder fahrtüchtig zumachen. Gegen Ende des Films versucht Georg erst Waller zu erschießen und als er dazu doch nicht fähig ist, versucht er im Schnee zu erfrieren.

Ich fand den Film atmosphärisch sehr passend und auch die Hintergrundmusik, meist aus dem klassischen Bereich, war angemessen bezüglich Georg’s Beruf. Unpassend fand ich aber die Szenen in welchen Johanna und Georg Geschlechtsverkehr hatten, obwohl dies natürlich auch an meinem Alter liegen kann. Ich denke dieser Film ist allgemein für eine ältere Zielgruppe geschaffen.

Dieser Film ist voller Hass. Dies ist aber nicht im schlechtem Sinn gemeint, sondern nur eine Feststellung. Sei es nun der junge Japaner, welcher Georg’s Auto mit einer Pfanne schlug, nur weil dieser ihn in einer seiner Musikkritiken „zerfetzt“ hatte, oder aber Georg selbst. Natürlich ist es für einen Journalisten schwierig, seine Arbeit woanders einfach so fortzusetzen und das Veröffentlichen von Artikeln anderer Leute unter seinem Namen eine Frechheit, aber seien Chef deshalb töten zu wollen ist für mich trotzdem schwierig nach zu vollziehen. Selbst wenn erwähnter Arbeitgeber deine Entlassung voller Genugtuung vollzieht.

Einen wiederum sehr schöne Szene fand ich die mit Nicoletta, Erich’s Freundin, in welcher sie jeden Tag einen Stein mit nimmt. Mit diesen möchte sie einmal eine Terrasse für das Haus, welches sie hofft eines Tages mit Erich zu haben, bauen. Erich selbst möchte diese Beziehung bald beenden, aber da Nicoletta nur italienisch spricht, ahnt sie nicht davon. Diese Szenen führen einem auf eine etwas bizarre Weise das Leben eines einfachen Menschen vor Augen.

Trotz allem ein guter Film mit gutem Humor. Die Schneeszenen sind meiner Meinung nach besonders gut gewählt und verpassen dem Film noch das gewisse Etwas.

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